Notarkosten



  • Liebes Toyu-Team,
    ich scheue mich, wegen meiner Vorsorgevollmacht zum Notar zu gehen. Der ist doch bestimmt ganz schön teuer, oder?



  • Liebe Isabelle,
    aufgrund der Wichtigkeit des Themas solltest Du Dir überlegen, ob Dir nicht doch wert ist, die Notarkosten auszugeben - verglichen mit dem Ärger oder Frust, wenn etwas nicht so läuft, wie Du es Dir gewünscht hättest.
    Wir haben mal nachgeschaut, welche Notarkosten für eine Beurkundung anfallen. Auf der Seite http://www.notar-veit.de/die_urkunden/notarkosten/notarkosten_vorsorgevollmacht.htm sind wir fündig geworden.
    Die Kosten eines Notars sind bundeseinheitlich geregelt. Die Gebühren werden nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz festgelegt. Es gibt daher bei den Notaren grundsätzlich keine großen Unterschiede hinsichtlich der Kosten, d.h. es kommt nicht darauf an, zu welchem Notar Du gehst.
    Für die Beurkundung einer Vorsorgevollmacht fällt eine 1,0-fache Gebühr an.
    Die Kosten der Vorsorgevollmacht hängen von Deinem Vermögen ab. Als Geschäftswert ist grundsätzlich die Hälfte des vorhandenen Vermögens des Vollmachtgebers ohne Schuldenabzug anzusetzen (§ 98 Abs. 3 S. 2 GNotKG).

    Beispiele für Geschäftswert in € und Beurkundungsgebühr in €:
    10.000,- € 75,- €
    25.000,- € 115,- €
    50.000,- € 165,- €
    250.000,- € 535,- €
    500.000,- € 935,- €
    Zu den genannten Notargebühren kommen jeweils die Schreibauslagen und sonstigen Auslagen wie Porto, Telefongebühren und Faxgebühren sowie die gesetzliche Mehrwertsteuer.
    Die Gebühren für eine notarielle Beglaubigung richten sich nach Nr. 25.100 und 32.014 des Gerichts- und Notarkostengesetzes (GNnotKG).

    Inhaltlich sinnvoll und zugleich kostengünstig kann es sein, die Patientenverfügung mit einer Vorsorgevollmacht zu kombinieren. Dann entstehen möglicherweise deutlich geringere oder gar keine Mehrkosten gegenüber den ohnehin mit der Vollmacht verbundenen.


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